Die Regeltabellen sind aus den amtlichen Texten übertragen und werden bei jeder Änderung mit ihnen abgeglichen. Das Tool unterstützt Sie; lesen Sie seine Hinweise, bevor Sie ein Etikett für den Verkauf drucken.

Ratgeber / Barcode

Brauche ich einen Barcode für handgemachte Produkte?

Veröffentlicht am 5. Oktober 2026; Stand der Regeln: 25. September 2026. Ein Nachschlagewerk zur Kennzeichnung, kein Rechtsrat.

Gesetzlich nicht: Keine der Kennzeichnungsregeln für Seife, Kosmetik, Kerzen oder Lebensmittel, denen die Tools dieser Website folgen, verlangt einen Barcode. Sie brauchen einen, wenn ein Geschäft oder Marktplatz, über den Sie verkaufen, ihn verlangt, und dann muss die Nummer darin von GS1 kommen. Der Barcode ist nur die scanbare Form dieser Nummer, der GTIN (Global Trade Item Number, früher EAN), die ein Produkt kennzeichnet. Die Regeln für Bestandteile, Gefahren und Allergene bestimmen, was auf Ihrem Etikett stehen muss; ein Barcode ist eine Bedingung, die manche Verkaufsstellen zusätzlich stellen.

Wann Sie einen brauchen

Woher die Nummer kommt

In Deutschland von GS1 Germany. Dort erhalten Sie eine GS1 Basisnummer mit 7 bis 9 Stellen, aus der Sie die Nummern Ihrer Produkte selbst bilden: Ihr eigener Nummernbereich mit 3 bis 5 Stellen und am Ende eine Kontrollziffer. GS1 Germany schreibt, dass viele Händler und Marktplätze nur offiziell von GS1 vergebene Nummern akzeptieren; mit Verified by GS1 lässt sich nachsehen, ob eine Nummer offiziell vergeben wurde und für welches Unternehmen sie lizenziert ist.

Jedes Produkt braucht seine eigene Nummer, und jede Variante ebenso: GS1 Germany nennt Größe, Farbe, Gewicht, Geschmack und Verpackung. Eine Seife in zwei Größen braucht also zwei. Eine vergebene Nummer bleibt bei ihrem Produkt, auch wenn es nicht mehr verkauft wird.

Den Barcode erstellen

Sobald Sie die Nummer haben, zeichnet sie der kostenlose Barcode-Generator so, wie GS1 es festlegt, und jedes der Etiketten-Tools kann ihn an den Fuß Ihres Etiketts setzen (Barcode, unter dem Design des Etiketts). Was auf einem kleinen Etikett zählt:

Wohin er auf dem Produkt gehört

Der bevorzugte Platz nach GS1 ist das rechte untere Viertel der Rückseite des Produkts, mindestens 8 mm vom Rand der Verpackung. Auf einem Glas oder einer Flasche nie auf dem Hals; und auf einem Behälter mit weniger als 60 mm Durchmesser drehen Sie einen Barcode in voller Größe auf die Seite, so dass seine Striche um die Rundung laufen, sonst können seine Enden aus dem Blickfeld des Scanners verschwinden.

Weitere Fragen

Darf ich mir eine Nummer ausdenken oder günstig online kaufen?

Eine ausgedachte Nummer kann schon zum Produkt eines anderen Unternehmens gehören. GS1 Germany schreibt, dass viele Händler und Online-Marktplätze nur offiziell von GS1 vergebene Nummern akzeptieren, und mit Verified by GS1 lässt sich nachsehen, ob eine Nummer offiziell vergeben wurde und für welches Unternehmen sie lizenziert ist.

Brauche ich für jeden Duft und jede Größe einen eigenen Barcode?

Ja. Nach GS1 Germany braucht jede Produktvariante ihre eigene Nummer, wenn sie sich etwa in Größe, Farbe, Gewicht, Geschmack oder Verpackung unterscheidet. Eine Lavendelseife und eine Rosenseife sind zwei Produkte, ein Stück mit 100 g und eines mit 200 g derselben Seife zwei Varianten. Eine einmal vergebene Nummer darf auch später nicht für ein anderes Produkt verwendet werden.

Ich verkaufe nur online. Brauche ich einen?

Das hängt davon ab, wo. Ihr eigener Shop braucht keinen. GS1 Germany schreibt, dass ohne GTIN in der Regel keine Listung auf Marktplätzen wie Amazon, Google Shopping oder eBay erfolgt. Amazon lässt in Deutschland Eigenmarken und handgemachte Produkte ohne Barcode über eine GTIN-Befreiung zu, außer das Produkt trägt schon einen GS1-Barcode; die Befreiung wird je Shop und Kategorie beantragt.

Was ist der Unterschied zwischen EAN und GTIN?

Keiner: GS1 Germany schreibt, dass beide Begriffe dieselbe Nummer bezeichnen. EAN war die frühere Bezeichnung, GTIN ist die heutige. Der Barcode ist die scanbare Form dieser Nummer.

Quellen

  • Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Artikel 19; Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), Artikel 17; Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Artikel 9: Die Pflichtangaben, die sie aufzählen, enthalten keinen Barcode
  • GS1 Germany, „Das sollten Sie über EAN Nummern (GTIN) wissen“: Vergabe in Deutschland, Aufbau der Nummer, eine Nummer je Variante, keine Wiederverwendung, Abfrage mit Verified by GS1, gelesen am 5. Oktober 2026
  • GS1 Germany, „SKU, GTIN, EAN, ASIN, ISBN und UPC Code“: GTIN und ASIN bei Amazon, die GTIN-Befreiung, gelesen am 5. Oktober 2026
  • Amazon Seller Central (Verkauf in Deutschland), „List products that do not have a product ID (UPC, EAN, JAN, or ISBN)“, gelesen am 5. Oktober 2026: die GTIN-Befreiung
  • GS1 General Specifications, Release 26.0 (Januar 2026): Tabelle 1-4 (GS1-Präfixe), Abschnitt 5.12.3 (Tabelle 5-44, Größen), Abschnitt 6.2.3 (gewölbte Flächen, Tabelle 6-1), Abschnitte 6.3.3 und 6.4.3 (Platzierung, Flaschen und Gläser)

Die Texte, auf denen diese Antwort beruht. Ein Nachschlagewerk zur Kennzeichnung, kein Rechtsrat; für die Kennzeichnung Ihres Produkts bleiben Sie verantwortlich.